Politische Maiwochen Osnabrück
27. März 2025
1. Mai: Demonstration Wehrhaft demokratisch – solidarisch in Betrieb und Gesellschaft!
Gemeinsam positionieren für den Grundsatz, dass die Würde der Menschen unantastbar bleiben muss. Ob im Umgang mit unseren Kolleg*innen oder jener, die Schutz bei uns suchen. Die von ganz Rechts verunglimpfte Menschenwürde wird leichtfertig und bedrohlich in den politischen Alltag übernommen. Dagegen begehren wir auf. Wir wollen Ausgrenzung, Armut und jeden Rassismus benennen und
bekämpfen. Das demonstrieren wir.
Im Rahmen der DGB-Maikundgebung ab 10 Uhr am Kollegienwall
4. Mai: Gedenken der niederländischen Opfer des NS-Regimes
Am niederländischen Ehrenfeld auf dem Heger Friedhof möchten Schüler*innen der Alexanderschule Wallenhorst auf jedem der 392 Gräber eine Tulpe niederlegen. Es ist der Jahrestag der Befreiung der Niederlande und zugleich ihr Gedenktag für die Opfer. Ganz in der Tradition werden zu diesem Anlass Gedichte vorgetragen.
Begleitet wird dieses Gedenken von Hinterbliebenen der Opfer sowie den OMAS GEGEN RECHTS.
17 Uhr Heger Friedhof, Haupteingang
8. Mai: Tag der Befreiung vom faschistischen Regime!
Wie feiern die gewonnene Freiheit, ohne zu vergessen!
Im Frühjahr 1945 konnten die politisch und rassistisch verfolgte Menschen
aus ganz Europa aus den Gefängnissen und Konzentrationslagern der Na-
zis befreit werden. Die Nazidiktatur wurde beendet. Nun musste und muss
immer neu diese Freiheit gestaltet werden in der Welt der Freien und Glei-
chen. Ein schwerer Kampf, der keinesfalls zu Ende ist.
Wir fordern, im Sinne der Überlebenden, dass dieser Tag auch in Deutsch-
land ein gesetzlicher Feiertag wird. Darum feiern wir diesen Tag im Ange-
denken der Opfer und des Kampfes gegen den Faschismus.
Ab 18 Uhr neben der Kunsthalle, Bierstraße
10. Mai: Verbrannte Bücher – Verbrannte Demokratie!
Gedenken zu den Bücherverbrennungen der Nazis
Mit der Erinnerung an die Bücherverbrennung von 1933 wollen wir OMAS GEGEN RECHTS Erfahrungen und Erkenntnisse verfolgter Schriftstellerinnen und Schriftsteller würdigen.
Unsere Kulturveranstaltung wird ein Beitrag zur Bereicherung des demokratischen Miteinanders. Es soll ein Erinnern sein an Zeitgeschichte mit Blick auch auf autokratische Regime in heutiger Zeit. Damalige Erkenntnisse zeigen, dass ein Leben in kultureller Vielfalt die Grundlage für ein demokratisches Miteinander bildet. Lasst uns nicht vergessen!
Die „Sommerbühne“ bietet uns den passenden Rahmen. Mit szenischem Spiel erinnern wir an die durch Nationalsozialisten befohlenen Säuberungen der Bibliotheken. Auch holen wir symbolisch die Werke von Literatinnen und Literaten aus dem „Feuer der Vernichtung“.
Ab 16 Uhr Sommerbühne / Spielplatz Lerchenstraße
17. Mai: Gedenkfeier für die queeren Opfer des Nationalsozialismus – Gegen das Vergessen!
Queere Menschen gehörten zu den zahlreichen Opfergruppen des Nationalsozialismus. Sie wurden verfolgt und gemordet. Zur faschistischen Ideologie gehört, alles ihnen Widersprechende zu vernichten. Anders denken, anders fühlen, selbstbestimmt sein ist, was faschistisch Orientierte bekämpfen. Damals wie heute.
80 Jahre nach der Zerschlagung des Hitler Regimes, wollen wir unser Erinnern und Mahnen dagegensetzen, wenn der braune Dreck an Einfluss gewinnt. Was eine offene Gemeinschaft zerstören konnte, wird gleiches wieder erreichen, wenn wir das zuließen. Nie wieder wehrlos sein. Aufbegehren!
Initiative Peter Hamel, gegen Homophobie und für Zivilcourage.
15.00 Uhr, Mahnmal gegen Homophobie und für Zivilcourage (Raiffeisen-Platz/Heinrich-Heine-Straße)
http://www.mahnmal-zivilcourage-os.de